Beide Getränke sind verwandt und gehören zu den klassischen mexikanischen Spirituosen. Sowohl der Tequila als auch der Mezcal werden aus der Agavepflanze hergestellt. Während der Mezcal aber aus ca. 50 Agavenarten hergestellt werden kann, wird für den Tequila nur die blaue Weberagave verwendet.

Jeder Tequila ist ein Mezcal, aber nicht jeder Mezcal ist ein Tequila.

Herstellung

Die Herstellung des Mezcal ist eher ein traditioneller Prozess, der meist von Hand erfolgt. Hierzu wird die Agave bis zu fünf Tagen gegart. Dagegen erfolgt die Herstellung des Tequila meist industriell. Die Agave wird zeitsparend dampfgegart. Eine Agavepflanze der Gattung Agave Tequiliana braucht übrigens etwa 9 Jahre bis zur Reifung.

Reifung

Für beide Spirituosen werden die gekochten Herzen (Die sogenannten Pinas)  zerstoßen. Es entsteht ein Brei, dem Hefe (und gegebenenfalls auch Zuckerarten) zugesetzt werden. Dadurch fermentiert die gekochte Flüssigkeit.

Im Gegensatz zu anderen alkoholischen Getränken reift der Tequila relativ schnell, was auch den klimatischen Bedingungen in Mexiko geschuldet ist. Hier laufen die Uhren etwas schneller, was die Reifezeit in den Fässern betrifft. In diesen Fässern wird der Tequila zwischen 2 Monaten und bis zu 10 Jahren gelagert. Die Holzfässer verleihen dem Tequila auch das typische holzige Raucharoma und den Vanille- und Schokoladengeschmack. Zudem färbt sich der Tequila dunkelgolden. Die Farbe ist allerdings nur ein Hinweis auf die Reifedauer und sagt nichts über die Qualität des Tequilas aus.

Zusammenfassung

Herstellung eines Mezcal ist eher traditionell und handwerklich. Die Produktion ist meist zeitintensiver als die des Tequilas. Beim Tequila gibt es mehr Variationen. Die Herstellung geht schneller und ist deshalb für eine Massenproduktion und die Ausfuhr besser geeignet. Ausserdem sind die verwendeten Agavensorten beim Mezcal oftmals unkultivierte Sorten, die bis zu 30 Jahre benötigen um die erforderliche Reife zu besitzen. Beide Spirituosen können sowohl maschinell als auch von Hand hergestellt werden und beide Agavenbrände sind in verschiedenen Qualitäten, Klassen oder auch Varianten erhältlich, also gereift und ungereift.